Dienstanweisung des Landesfeuerwehrverbandes zum Coronavirus Covid-19

Seitens des LFV Steiermark wird angeordnet, alle Maßnahmen der erforderlichen Einsatzhygiene, wie auch alle vorbeugend zu treffende Maßnahmen, entsprechend ernst nehmen und strikt einzuhalten:

 

Dienstanweisung LFV ->>

 

Aufrechterhaltung der Infrastruktur:

-> Die Feuerwehrkommandanten sind angewiesen, den Betrieb in den Feuerwehrhäusern und den allgemeinen Dienstbetrieb auf ein notwendiges Minimum und ausschließlich auf Einsatztätigkeiten zu reduzieren.

->  Der Zutritt betriebsfremder Personen in das Feuerwehrhaus ist mit sofortiger Wirkung zu unterbinden. Es ist alles zu unterlassen, was die Einsatzbereitschaft der einzelnen Feuerwehrmitglieder gefährden könnte. Feuerwehreinsatzkräfte sind Schlüsselpersonal und haben sich daher besonderen Maßstäben zu unterwerfen!

->  Alle Tätigkeiten, welche die Einsatzbereitschaft von Feuerwehren oder jene der einzelnen Feuerwehrmitglieder gefährden könnten sind mit sofortiger Wirkung zu unterlassen.

-> Feuerwehrmitglieder, die grippeähnliche Symptome aufweisen oder seit 28.2.2020 in Quarantänegebieten waren – oder Kontakt zu dort gewesenen Personen hatten/haben – sind umgehend für zumindest 14 Tage dienstfrei zu stellen

Einsatzhygienemaßnahmen:

 Maßnahmen vor Einsatzbeginn

Die richtigen Maßnahmen zu setzen, beginnt schon vor dem Ausrücken aus dem Feuerwehrhaus.  Dies ist die Trennung von Einsatz- und Privatkleidung. Private Kleidungsstücke sind soweit als möglich abzulegen, das Ausrücken sollte, wie üblich, in adäquater Schutzbekleidung erfolgen. Wie in diesem Zusammenhang bekannt, sollten persönliche Gegenstände wie Uhr, Schmuck, Geldbörse, Handy usw.  nicht in zum Einsatz mitgenommen werden, sondern im Spind bzw. im Feuerwehrhaus verbleiben.

Maßnahmen beim Einsatz

Für die Abwicklung der Einsatzaktivitäten, wie z.B. bei einem z.B. Verkehrsunfall, wird angeraten, immer an die Möglichkeit einer Infektion zu denken. Sohin sind das Anhusten bzw. das Anniesen durch den Verletzten, oder auch der Kontakt mit Körpersekreten des Verletzten, bestmöglich zu vermeiden. Daher wird neben der Verwendung von Einweghandschuhen auch das Tragen des Helms mit „geschlossenem“ Gesichtsschutzvisier als Mindestschutz angeraten.

Direkt an der Einsatzstelle, unmittelbar im Anschluss zur erfolgten Hilfeleistung, sind erste Desinfektionsmaßnahmen der Hände mittels alkoholischer Desinfektionsmittel durchzuführen.

Maßnahmen nach dem Einsatz

Beim Ablegen der Schutzausrüstung ist darauf zu achten, eine Eigenkontamination zu vermeiden. Kontaminierte bzw. verschmutzte Einsatz- oder Schutzkleidung ist am Einsatzort gesondert zu verpacken und nicht im Mannschaftsraum zu transportieren.

Eine gründliche Körperreinigung (Dusche, Haare waschen, Nagelpflege) zählt ebenso zur Einsatzhygiene wie das Essen, Trinken und Rauchen erst nach gründlicher Reinigung erfolgen sollte.

Einsatztätigkeiten im Zusammenhang mit CoV

Jedes geplante Aktivwerden einer Feuerwehr im Zuge von CoV-Verdachtsfällen bzw. mit bestätigten CoV-Infizierten ist VOR EINSATZBEGINN – unter Beiziehung von Bereichsfeuerwehr- und/oder Abschnittsfeuerwehrkommandant – der Landesleitzentrale Florian Steiermark mitzuteilen. Entsprechende Zuständigkeiten der Bezirksverwaltungsbehörde bzw. der Landessanitätsdirektion sind für die Maßnahmensetzung durch die Einsatzleitung zu berücksichtigen.